Führung auf den Spuren von Templern, Deutschordensrittern und Freimaurern in Venedig
 Vom 12. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert 

Im 12. Jahrhundert sind die Templer gleich nach der Gründung des religiösen Ritterlordens in Venedig dokumentiert. Die geschäftstüchtigen Venezianer organisierten Fahrten für die gläubigen Pilger ins Heilige Land, und natürlich war der Hafen in der nördlichen Lagune ein wichtiger Stützpunkt für den Ritterorden. Viele Geschichten und Legenden ranken in der Lagunenstadt um den sagenumwobenen Ritterorden, der im 14. Jahrhundert sein abruptes und brutales Ende fand. An der Stelle der alten Templeranlage, befindet sich heute der Komplex der Malteser, die die Tradition der Ritterorden bis in die Jetztzeit weiterführen.

Nach dem Verlust von Akkon verlegte der Hochmeister der Deutschordensritter im Jahre 1291 seine Residenz nach Venedig, das der Orden in den Auseinandersetzungen mit der Konkurrentin Genua unterstützten. Bis 1309 war die Lagunenstadt eng mit dem Deutschorden verbunden und hatte dort seine eigene Kirche, SS. Trinità.

Im 18. Jahrhundert dann taucht auch in Venedig die Geheimloge der Freimaurer auf. Eines der bedeutenden Symbole der Loge ist der Feuervogel, der Phoenix, der im Italienischen "Fenice" genannt wird und dem bekanntesten Operhaus der Lagunenstadt seinen Namen gab. Die Spuren der Freimaurer lassen sich bis in die Gefängnisse des Dogenpalastes, die Bleikammern verfolgen, und in das älteste Kaffeehaus der Stadt, das Kaffee Florian, verfolgen. Selbst Corto Maltese, Italiens berühmtester Comic Held, hat mit der Loge zu tun, die auch heute noch in Venedig ihren Sitz hat.

Fernab von den Sehenswürdigkeiten am Markusplatz oder in Kirchen, Museen und Palästen der Stadt, entführt dieser Spaziergang den Besucher vor allem in die abgelegenen Gebiete Venedigs und läßt ihn in das Gassenlabyrinth der Lagunenstadt eintauchen. Eine Führung, die sich auch für Familien mit Kindern anbietet.