Blick auf den Canal Grande von der Akadmie Brucke zur Kirche Santa Maria della Salute der Canal Grande in der Malerei der Jahrhundertwende   

 

Führung über den Canal Grande in Venedig
 die Prachtstraße der Lagunenstadt

Der "große" Kanal, "Canal Grande", zieht sich wie ein falsch herum geschriebenes "S" durch die Lagunenstadt und teilt diese in zwei völlig voneinander unabhängige Teile. Er ist nicht nur Venedigs Hauptverkehrsader, die die Stadt von Norden nach Süden durchzieht, sondern zugleich auch die Prunkstraße der Stadt und eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Venedig. Wer Geld und Namen hatte (man beachte die Reihenfolge), ließ sich hier einen prunkvollen Palast errichten, um seiner Frau und seinen Kindern ein angemessenes Wohnambiente zu bieten. Vom byzantinischen Lagerhaus bis zum neogotischen Palast ist hier jeder Architekturstil Venedigs mit herrlichen Beispielen vertreten, die wichtigsten Architekten ihrer Zeit sind hier vertreten: Tullio und Pietro Lombardi, Mauro Codussi, Jacopo Sansovino, Baldassare Longhena. Dass sich die Bauherren nicht mit immer exklusiveren Gebäuden gegenseitig zu übertrumpfen versuchten, hat weniger mit venezianischem Gefühl für Anstand als viel mehr mit den rigorosen Bauvorschriften zu tun, die die Regierung wohlwissend erlassen hatte. Wichtige Kirchen wie auch bedeutende Museen liegen an dieser Wasserstraße - und nur vom Wasser aus können sie in ihrer ganzen Schönheit bewundert werden, denn keine Uferstraße für Fußgänger führt an ihr entlang.

Eine angemessene Besichtigung des Canal Grande mit seinen Palästen - etwas, das bei  einem Venedig Ausflug nicht fehlen sollte -  ist also nur vom Boot aus - einem Taxi oder Wasserbus, Vaporetto - möglich. Reizvoll ist es, bei dieser Besichtigung immer wieder auszusteigen, um Besonderes zu erkunden - die Brücken, das Rialtogebiet und vieles anderes -, um dann zum Markusplatz, dem politisch-religiösen Zentrum Venedigs,  zu gelangen.
 

                            Diese Führung ist auch für Besucher im Rollstuhl geeignet.