Die Kirche San Trovaso in Dorsoduro  Gondelwerft in Dorsoduro Deckenmalerei im Palazzo Nani Mocenigo die Zattere - Uferstraße in Dorsoduro 

Führung durch die Stadtsechstel in Venedig: Dorsoduro 7
 Die Kirche San Trovaso, eine Gondelwerft und die Uferstraße Zattere

San Trovaso: Nach dem Zusammenbruch der Vorgängerkirche wurde die den Heiligen Gervasio  und Protasio geweihte Kirche 1584 in palladianischer Manier komplett neu errichtet. Sie ist die einzige Kirche in Venedig, die gleich zwei Hauptfassaden hat und damit eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. Die wunderschöne Tafel des noch ganz der gotischen Manier verpflichteten Malers Michele Giambono gehört wie gleich mehrere Arbeiten des Malers Jacopo Tintoretto mit zu den wertvollen Ausstattungselementen des Gotteshauses und befinden sich zum Glück auch heute noch vor Ort und nicht in einem der Museen der Stadt.   


Gondelwerft bei San Trovaso: Die Gondelwerft bei San Trovaso gehört zu den wenigen Werften ihrer Art, die es heute noch in der Lagunenstadt gibt. Hier werden Gondeln gebaut und in Schuss gehalten. Typisch für die Bauweise venezianischer Gondelwerften ist die für die Architektur Venedigs vollkommen ungewöhnliche Wahl des Baumaterials: Holz und nicht Backstein werden hier traditionell verwandt. Längst hat das motorisierte Boot das Ruderboot aus den venezianischen Flüssen verdrängt, nur die Gondel konnte sich bis in die Neuzeit mit einiger Dominanz behaupten.

Palazzo Nani Mocenigo
: Gegenüber der Kirche San Trovaso erhebt sich der gotische Palast eines Zweiges der mächtigen Mocenigo-Familie, der Palazzo Nani-Mocenigo. Seit 2014 ist der spätgotische Palast mit hervorragend erhaltener alter Ausstattung (Fresken, Stuck) Sitz des Museum Vitraria, das regelmäßig interessante Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst oft mit Themenschwerpunkt Glas zeigt.

Zattere
: die "Zattere" ist die lange und überaus pittoreske Uferstraße, die sich am südlichen Rand Dorsoduros entlangzieht: sie reicht von der alten Zollstation, der Dogana im Westen, bis zur modernen Zollstation, dem touristischen Hafenterminal Venedigs. Der Name leitet sich ab vom italienischen Wort "zattere" - Floß: hier legten die verflößten Baumstämme an, die von den Bergen hinab über die Flüsse in die Lagune geschwemmt wurden, wo sie ihrer neuen Funktion entgegentrieben - hier wurden sie für die Fundamente ebenso benötigt wie für den Schiffsbau oder die Produktion von Glas.
Namhafte Architekturen befinden sich an dieser Uferstraße: Giorgio Massaris Kirche Santa Maria dei Gesuati, Jacopo Sansovinos Krankenhaus für die unheilbar Kranken, "Incurabili", Ignazio Gardellas "Casa Cicogna" aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ein besonderer Tip ist es, in kalten Wintermonaten in der Sonne oder  in heißen Sommermonaten im Schatten auf den Zattere einen Kaffee zu trinken und das traumhaft schöne Panorama der gegenüberliegenden Inselgruppe Giudecca zu genießen.


 Die Führung ist gut geeignet für Familien mit Kindern.

Dorsoduro: Stadtsechstel der Handwerker und Kunstgalerien
Dorsoduro 1: Santa Maria della Salute
Dorsoduro 2: Guggenheimmuseum
Dorsoduro 3: Santa Maria della Caritá - Kirche, Kloster, Bruderschaft
Dorsoduro 4: Santa Maria della Visitazione, Santa Maria del Rosario (Gesuati)
Dorsoduro 5: Ca´ Rezzonico
Dorsoduro 6: Scuola grande dei Carmini, San Sebastiano
Dorsoduro 7: San Trovaso, Gondelwerft bei San Trovaso, Zattere, Palalzzo Nani - Museo Vitraria
Dorsoduro 8: Sant´Angelo Raffaele, San Nicolò dei Mendicoli

Giudecca: Redentore, Zitelle