Prozession vor der Domenikaner Kirche San Giovanni e Paolo in einem Bild des 18. Jahrhunderts  Hauptkreuzgang der Franziskaner Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari Hauptfassade der Kirche Santo Stefano

Führung durch die großen Ordenskirchen in Venedig
 Santa Maria Gloriosa dei Frari, San Giovanni e Paolo und Santo Stefano

Wie in vielen anderen mittelalterlichen Städten entstehen auch in Venedig im 13. Jahrhundert große Kirchen der neuen Orden, die - an relativ weit voneinander entfernt liegenden Punkten - in den verschiedenen Stadtsechsteln gegründet, in der Regel Grundbesitzschenkungen der Regierung an den jeweiligen Orden waren und maßgeblich am Zusammenwachsen der einzelnen Pfarreien zu einer "Stadt" beteiligt waren.

Die Dominikaner ließen sich 1234 in Castello nieder und gründeten dort die Kirche San Giovanni e Paolo. Den Franziskanern hingegen wurde ihr Grundbesitz auf der gegenüberliegenden Seite des Canale Grande zugeteilt, in San Polo, wo sie ihre Kirche Santa Maria dei Frari errichteten. Im Herzen San Marcos entstand die Kirche Santo Stefano, eine Kirche der Augustinereremiten. Heute zerstört ist die vierte große Ordenskirche, Santa Maria dei Servi, die die Serviten im Norden der Stadt, in Cannaregio hatten.