San Marco mit Dogenpalast und Glockenturm San Marco, Porta di Sant'Alepio

San Marco: private Führung durch die Staatskirche ohne Warteschlange

Nicht zufällig wurde die Markuskirche unmittelbar neben dem Dogenpalast errichtet: seit den Ursprüngen der Republik ist die Verehrung des Heiligen Markus, dessen Reliquien seit dem 9. Jahrhundert in Venedig aufbewahrt werden, aufs Engste mit Politik und Wirtschaft der Serenissima verbunden. Ebenso wenig ist ein Zufall, dass die ehemalige Bischofskirche, San Pietro di Castello, am östlichsten Ende von Venedig liegt - was Bände über die Beziehung Venedig - Vatikan spricht. Wurden die Reliquien zunächst in der kleinen, an den Dogenpalast angegliederten Palastkapelle des Dogen aufbewahrt, so bekamen sie im Laufe der Jahrhunderte mit immer neuen Kirchenbauten an mehr oder weniger der selben Stelle eine stets kostbarere Hülle. Die heutige Kirche wurde 1094 feierlich eingeweiht und über die Jahrhunderte hinweg konstant mit Meisterwerken höchster Qualität bereichert. Den Höhepunkt aber bilden die wunderbaren Mosaiken mit Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament, die die gesamte Deckenszone der Kirche goldglitzernd überziehen. Die Bronzepferde hingegen sind antiken Ursprunges und wurden wie viele andere Schätze nach der Eroberung Konstantinopels durch die Venezianer als Kriegsbeute mit nach Hause gebracht..