Fassade der Bischofskirche San Pietro di Castello entworfen nach einem Entwurf von Andrea Palladio Der alte Patriarchenpalast in Castello - Hauptportal Relief mit Petrus vor Gottesmutter und Kind an einem Haus in Castello 

 

Führung durch die Bischofskirche in Venedig
 San Pietro di Castello - eine Kirche im "abseits"

San Pietro di Castello, die Peterskirche, ist die erste Bischofskirche Venedig und wurde schon im 8. Jahrhundert in den Dokumenten erwähnt.  Als 1451 der Bischof von Venedig auch noch den klangvollen Titel des Patriarchen von Venedig bekam, waren Neubauarbeiten absehbar. 1558 wurde Andrea Palladio vom Patriarchen Antonio Diedo mit dem Neubau der Kirche beauftragt - womit der große Architekt erstmals nach Venedig gerufen wurde. Als Bischofskirche war die Peterskirche eine der wichtigsten Kirchen in Venedig, um so mehr erstaunt ihre Lage in Lagunenstadt: weitab vom wichtigen Zentrum, dem Markusplatz, ist sie regelrecht ins Abseits verbannt - hinter ihrer Apsis beginnt die Weite der venezianischen Lagune. Aber gerade diese ungewöhnliche Lage ist sinnbildlich für die komplizierte Beziehung, die über Jahrhunderte die Lagunenstadt mit dem Papststuhl in Rom verband. Architektonisch stellt ist die Peterkirche eine der wichtigsten  Sehenswürdigkeiten in Venedig dar, angereichert durch Kunstwerke der bedeutendsten Künstler ihrer Zeiten, was ihre Besichtigung zu einem besonderen Erlebnis macht.  Bis 1807 war die Peterskirche die Bischofskirche, dann übernahm auf Anweisung Napoleons San Marco, die Markuskirche, diese Funktion, und die Peterskirche versank in Vergessenheit.