Ausschnitt aus Jacopo de Barbaris Stadtplan aus dem Jahr 1500 mit Canal Grande und vielen Gondeln Giovanni Bellinis Madonna mit Kind und Heiligen aus der Kirche San Giobbe Gian Domenicos skurile Karnevalsfiguren aus seiner Landvilla bei Zianigo (aufbewahrt in der Ca´Rezzonico)

Führung Malerei in Venedig
 Höhepunkte der Malerei in der Lagunenstadt im Spiegel der Jahrhunderte

Schon immer liebten die Venezianer die Farben und das Licht - in der Tat sind dieses genau die Aspekte, die die venezianische Malerei von Anfang an von der Malerei in Rom oder Florenz unterschied. Sicherlich haben die besonderen Lichtverhältnisse in der Lagune mit ihren weiten Wasserflächen nicht unwesentlich dazu beigetragen. Nachdem in den ersten Jahrhunderten für die Lagunenstadt die enge Bindung an das christliche byzantinische Reich die Kunst und Kultur in Venedig in konservativer Weise prägend war, zeichnete sich im 15. Jahrhundert, bedingt durch die Eroberung des Hinterlandes, ein Umbruch ab: der Geist der Neuzeit kam nach Venedig, die Renaissance hat ihren Einzug. Allen voran war es die Familie der Bellini, Jacopo, Gentile und in erster Linie Giovanni Bellini, die der Moderne zu einer schnellen Verbreitung geholfen hat, aber auch kleine Werkstätten wie die der Vivarini spielten eine wichtige Rolle. Eine besondere Rolle spielt der Maler Vittore Carpaccio, der große "Geschichten-Erzähler" der venezianischen Malerei. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts dominierte der Gigant Tizian Vecellio den Arbeitsmarkt der venezianischen Maler, seine Vorrangstellung wurde erst durch die beiden wesentlich jüngeren Künstler Jacopo Tintoretto und Paolo Veronese gebrochen - wenngleich diese Drei die Möglichkeit fanden, relativ friedlich nebeneinander zu ko-existieren. Nach ihnen gab es in der venezianischen Malerei eine jahrzehntelange Durststrecke, die sich dadurch erklärt, dass zum eine keine innovativen Köpfe in die Stadt kamen, zum anderen die Malerei à la Tizian, Tintoretto und Veronese noch lange nach dem Tod der Drei in Mode war. Erst im späten 17. Jahrhundert zeichneten sich Veränderungen ab, und mit Giambattista Tiepolo erreichte die venezianische Malerei noch einmal himmlische Höhen. Dem großen Tiepolo konnte keiner so recht das Wasser reichen, was Maler wie Pietro Longhi, Canaletto oder Gabriele Bella auch gar nicht versuchten - dennoch haben gerade diese Maler uns ein herrliches und unvergleichliches Bilderbuch des Alltags im Venedig des Rokoko hinterlassen. 

Die Führungen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der venezianischen Malerei stellen die großen Maler der Republik ins Zentrum des Interesse: Giovanni Bellini, Vittore Carpaccio, Tiziano Vecellio, Jacopo Tintoretto, Paolo Veronese, Sebastiano Ricci, Giambattista Tiepolo, Giambattista Piazzetta, Rosalba Carriera, Canaletto, Francesco Guardi, Pietro Longhi, Gabriele Bella - um nur einige zu nennen. In Kirchen, in Palästen und in Museen befinden sich ihre Werke, die während dieser Führung, die sich übrigens auch für Familien mit Kindern eignet, erkundet werden.

Die Besichtigungsdauer der Führungen wird individuell festgelegt.