zwei venezianische Damen Regatta der Prostituierten auf einem Bild Gabriele Bellas Schuhmode im 16. Jahrhundert - die Prostituierte ragte aus der Menge heraus

Führung Prostitution in Venedig
 Prostituierte und Kurtisanen waren in der mittelalterlichen Lagunenstadt stets präsent
 - in den Gassen wie auf Bildern großer Maler

Venedig war eine Hafenstadt, und schon daher waren Frauen, die für Geld körperliche Liebe anboten, ein "Muss", um in der Stadt Ruhe zu garantieren. Rund ein Zehntel der  venezianischen Bevölkerung arbeitete im 16. Jahrhundert in der Prostitution. Dabei waren diese Frauen in so gut wie allen Gesellschaftsschichten zu finden: in der Unterschicht, im Adel, in den Klöstern. Es gab die normale Straßenhure, die an ihrer Kleidung - sie trug Unterhosen, einen hohen roten Hut und hohe Absätze - zu erkennen war, wie die Edelprostituierte, die Kurtisane, die nicht nur elegant gewandet, sondern auch hoch gebildet war. So galt die Venezianerin Veronica Franco als eine der schönsten und intelligentesten Kurtisanen ihrer Zeit, Dichter, Maler und Könige träumten von ihr. Diese Frauen, die von der Gesellschaft akzeptiert waren, waren zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, füllten sie doch mit ihren Steuern in nicht unerheblicher Weise die Staatskasse. Natürlich war es den Prostituierten verboten, auf dem Markusplatz zu erscheinen, viel mehr war ihnen von der Regierung ein Gebiet in der Nähe des Rialto-Marktes zugewiesen, an dem sie ihren Beruf ausüben durften. Die reichen Kurtisanen hingegen lebten in prachtvollen Wohnungen, die ihnen oftmals von ihren reichen Liebhabern bezahlt wurden.

Was waren das für Frauen, warum haben sie sich für die Prostitution entschieden?

Auf diesem Spaziergang werden Sie es erfahren!