Fischmaße auf einer Tabelle in Castello Pestkapitell am Dogenpalast Logo der Bruderschaft des Erbarmens - Scuola della Misericordia - in der Marzaria

Führung auf den Spuren von "sprechenden Steinen" in Venedig
 Jahrhundertealte Geschichten in den Stein gemeißelt erzählen
von Barbieren, Schustern, der Pest und vielem anderen

Hochoffiziell belehren die Kapitelle der Außenfassade des Dogenpalastes schon im Mittelalter über Tugenden und Laster. Der Haupteingang der wichtigsten Kirche Venedigs, der Staatskirche Sankt Markus, ist geschmückt mit den Darstellungen der venezianischen Berufe. Aber nicht nur hier findet man heute noch Steine, die von Venedigs Geschichte erzählen. Denn was heute die Fassadenmaler mit Sprühdosen machen, betrieben die alten Venezianer mit Hammer und Meißel. überall in der Stadt finden sich Bilder oder Schriften im Stein verewigt, die die jahrhunderte alten Geschichten der Stadt lebend werden lassen: maßstabgerechte Ratten aus dem 17. Jahrhundert berichten von dem geführlichen Vierbeiner, der den Schwarzen Tod in die Stadt brachte, Mühlespiele zeugen davon, dass sich auch schon die alten Venezianer die Zeit zu vertreiben verstanden, und dass die Deutschen in Venedig ihre eigene Schuhmode hatten, wissen wir heute von eben solchen "Steingraffiti". Tragische Liebesgeschichten, fürchterliche Morde ... diese und viele andere Geschichten sind heute noch in Venedigs Steinen zu entdecken. 

Fernab von den Sehenswürdigkeiten am Markusplatz oder in Kirchen, Museen und Palästen der Stadt, entführt dieser Spaziergang den Besucher vor allem in die abgelegenen Gebiete Venedigs und läßt ihn in das Gassenlabyrinth der Lagunenstadt eintauchen. Eine Führung, die sich auch für Familien mit Kindern anbietet.