Venedig ist nicht nur im Meer gebaut, sondern das Meer ist auch die Quelle
seines Reichtums: von der Frühzeit an lebten die Venezianer vom
Handel, und
der Handel war nur möglich mit den Schiffen, auf denen die Venezianer die
Flüsse und das Meer befuhren. Das sogenannte "Arsenal"
- der Begriff stammt vom arabischen darsinà´a und bedeutet so viel wie "Haus der
Fertigstellung" - war die staatliche Schiffswerft der
Republik.
Das Schifffahrtsmuseum, das "Museo storico navale", ist in einem ehemaligen Getreidespeicher der
Seerepublik aus dem 16. Jahrhundert wie auch im "Schiffspavillon" des Arsenals (nicht immer zugänglich) untergebracht. Hauptthema der Ausstellung ist die Geschichte der Marine der Seerepublik Venedig, aber auch der Marine Italiens wird entsprechender Raum gewährt. Der
Besichtigung des Schifffahrtsmuseums ist voll von Überraschungen: neben
Originalen - so der Gondel Peggy Guggenheims, vielen Modellen und Nachbauten von Booten und Schiffen, die die Phantasie des Besuchers anspornen, besticht die
Muschelsammlung, die Roberta von Camerino dem Museum stiftete, durch ihre große Artenvielfalt und ausgesuchte Anordnung.