Die Venezianer nannten ihre Paläste nicht wie vielfach im heutigen Sprachgebrauch verbreitet Palazzo, sondern Casa (Haus), abgekürzt Ca' - als Palazzo wurden nur die wichtigsten Gebäude der Stadt bezeichnet: der Dogenpalast, der Bischofspalast und der Palast des Patriarchen. Mit diesem Understatement wurde die Gleichberechtigung aller Adelspaläste und damit aller Adelsfamilien ausgedrückt.
Die vielfach monumentalen Residenzen beherbergten in der Regel Großfamilien eines Familienzweiges und hatten klar umrissene repräsentative Funktionen.
Bei einigen dieser "Wohnhäuser" - Fondaco dei Turchi, Ca' d'Oro, Casa Goldoni, Palazzo Querini Stampalia, Palazzo Fortuny, Palazzo Mocenigo, Ca' Pesaro, Ca' Rezzonico und Palazzo Grassi - ist auch eine Innenbesichtigung möglich, was einen hervorragenden Einblick in die Wohngewohnheiten der Venezianer vom 15. bis zum 18. Jahrhundert bietet.
Einen besonderen Höhepunkt stellt die Besichtigung eines privaten venezianischen Adelspalastes mit herrlichem Garten dar, in dem heute noch die alte Adelsfamilie lebt.