Gondeln auf dem Canal Grande vor einem Palast Palazzo Grimani mit Innentreppe, die vielleicht von Andrea Palladio entworfen wurde. Palast der Familie Querini Stampalia mit der Treppe, die von Carlo Scarpa entworfen wurde
      

Führung Paläste in Venedig
Eine Auswahl venezianischer Paläste, die besichtigt werden können

Die Venezianer nannten ihre Paläste nicht wie vielfach im heutigen Sprachgebrauch verbreitet Palazzo, sondern Casa (Haus), abgekürzt Ca' - als Palazzo wurden nur die wichtigsten Gebäude der Stadt bezeichnet: der Dogenpalast, der Bischofspalast und der Palast des Patriarchen. Mit diesem Understatement wurde die Gleichberechtigung aller Adelspaläste und damit aller Adelsfamilien ausgedrückt.

Die vielfach monumentalen Residenzen beherbergten in der Regel Großfamilien eines Familienzweiges und hatten klar umrissene repräsentative Funktionen.

Bei einigen dieser "Wohnhäuser" - Fondaco dei Turchi, Ca' d'Oro, Casa Goldoni, Palazzo Querini Stampalia, Palazzo Fortuny, Palazzo Mocenigo, Ca' Pesaro, Ca' Rezzonico, Palazzo Venier dei Leoni, Palazzo Grimani, Palazzo Nani Mocenigo und Palazzo Grassi - ist auch eine Innenbesichtigung möglich, was einen hervorragenden Einblick in die Wohngewohnheiten der Venezianer vom 15. bis zum 18. Jahrhundert bietet. Manche Paläste, wie die Ca´ Corner della Regina, sind nur zu besonderen Anlässen (meistens während der Biennalen) zu besuchen. Zudem beherbergen alle die Paläste als Museen bedeutende Sammlungen und Ausstellungen und gehören damit zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Venedig.

Einen besonderen Höhepunkt stellt die Besichtigung eines privaten venezianischen Adelspalastes mit einem der schönsten Gärten in Venedig dar, in dem heute noch die alte Adelsfamilie lebt.