Leiter in Bild-Objekt von Anselm Kiefer im Dogenpalast

Anselm Kiefer, Installation, Dogenpalast 2022

Urs Fischer als Kerze an einem Tisch sitzend

Urs Fischer, ohne Titel, Punta della Dogana 2011

ca. 100 Wölfe umkreisen eine Kopie von Michelangelos Pietà aus der Peterskirche

Liu Ruo Wang, Pietà, Wölfe, San Salvador 2015

Führung aktuelle Ausstellungen in Venedig

Besichtigungen der Wechselausstellungen in Venedigs Museen

 

Die Ausstellungs-Landschaft der Lagunenstadt ist sehr vielfältig. Der Bogen ist in der Regel zeitlich und thematisch sehr weit gespannt. Oftmals sind die Ausstellungen optimale Ergänzungen zu den vielen Sehenswürdigkeiten, die es in Venedig gibt. Die Führungen geben einen umfassenden überblick über die Exponate und betten sie in den jeweiligen zeitlichen Kontext ein.
Die Führungen sind deutschsprachig und für Familien mit Kindern geeignet. 

           

 

Die Guardis aus der Sammlung Calouste Gulbenkian
7. März - 8. Juni 2026 (dienstags geschlossen)
Francesco Guardi, Markusplatz, Sammlung Calouste Gulbenkian, Lissabon

Die Ausstellung „I Guardi della Collezione Gulbenkian“ zeigt eine bedeutende Auswahl der Sammlung von Francesco Guardi aus dem Calouste Gulbenkian Museum in Lissabon.

Sie versammelt herausragende Veduten und Szenen Venedigs, die zwischen ca. 1770 und 1790 datieren und Guardis charakteristische, allusive Malweise mit flexibler Perspektive veranschaulichen. Die Werke spiegeln die Stimmung und Architektur der Stadt im 18. Jahrhundert wider und setzen Guardis Malerei in einen Dialog mit Zeichnungen aus der Sammlung des Museums, wodurch Einblicke in sein kreatives Schaffen und die künstlerische Bedeutung seiner Veduten entstehen.

Francesco Guardi (1712–1793) gilt als einer der Hauptvertreter der venezianischen Vedutenmalerei, die sich durch locker-luftige Pinselstriche und lebendige Farbigkeit auszeichnet. Guardis Werke beeinflussten später viele Künstler der europäischen Veduten-Tradition.

Etruschi e Veneti - Acque, culti e santuari (Etrusker und Veneter - Wasser, Kulte und Heiligtümer)
6. März - 29. September 2026
Quellen und Thermalgewässer in Venetien

Die Ausstellung „Etruschi e Veneti. Acque, culti e santuari“  beleuchtet die Bedeutung des Wassers im religiösen und gesellschaftlichen Leben der antiken Etrusker und Veneter. Gezeigt werden über 700 archäologische Objekte aus italienischen Museen und Ausgrabungen, darunter Funde aus Heiligtümern, Siedlungen und rituellen Stätten, viele davon erstmals öffentlich präsentiert.
Die Exposition thematisiert, wie Meere, Flüsse, Quellen und Thermalgewässer als Orte des Kultes, der Heilung und des Austauschs dienten, und verknüpft die Welten der Etrusker und Veneter über Wasser als verbindendes Element zwischen Natur, Religion und Gemeinschaft. 

Ahmet Ertuğ. Beyond the vanishing point ( Ahmet Ertuğ. Jenseits des Fluchtpunktes)
21. Februar - 6. April 2026 (mittwochs geschlossen)
Ahmet Ertug, Antonio Canova, Gipsothek

Die Ausstellung in den "Zimmern der Photographie", den Le Stanze della Fotografia, auf der Isola di San Giorgio Maggiore in Venedig präsentiert eine Auswahl von 29 großformatigen Fotografien des türkischen Architekten und Fotografen Ahmet Ertuğ (1949).

Die Bilder zeigen Monumentalbauten wie Kathedralen, Paläste, Theater, Bibliotheken und Museen in Italien und betonen das historische architektonische Dialogfeld zwischen Italien, dem Mittelmeerraum und dem Osten, symbolisiert u. a. durch die Kuppel der Hagia Sophia, deren Architektur vergleichbar ist mit der Markuskirche.

Ahmet Ertuğs Arbeiten gehen über reine Dokumentation hinaus und lassen durch einen meditativen, architektonisch geprägten Blick Raum, Licht und Erinnerung verschmelzen, indem sie oft verborgene oder schwer zugängliche Orte in monumentaler Präsenz zeigen. Seine Photographien verbinden architektonische Genauigkeit mit künstlerischer Ästhetik und zeigen häufig historische Stätten, die sonst schwer zugänglich sind, wodurch sie die Bedeutung von Architekturgeschichte und kulturellem Erbe visuell vermitteln.

Bella la Vita a Venezia (Schön ist das Leben in Venedig)
13. Dezember 2025 -12. April 2026 (montags geschlossen)
Campo dei Gesuiti auf einem Bild von Gabriele Bella

Die Ausstellung präsentiert die Sammlung von 69 Gemälden Gabriele Bellas, die das alltägliche Leben im Venedig des 18. Jahrhunderts darstellen und im Besitz der Stiftung Querini Stampalia sind.

Gabriele Bella (1730-1799) war gebürtiger venezianischer Maler und bekannt für seine Bilder, die Feste, religiöse und politische Zeremonien, Märkte, Prozessionen und Szenen aus dem Stadtleben der Republik Venedig zeigen. Dabei steht nicht die Architektur, sondern das Leben der Menschen und die Atmosphäre der Stadt im Mittelpunkt. Bellas Werke wirken fast wie ein visueller Bericht der Zeit und vermitteln ein lebendiges Bild der Gesellschaft, Rituale und Traditionen dieser Epoche.

Gesammelt wurden die Bilder vom venezianischen Adeligen Andrea Querini (1718-1797).