Der Feuervogel (Fenice) am Eingang des Opernhauses Blick in das gold glitzernde Innere des Opernhauses La Fenice  musizierende Engel auf einem Bild des Malers Giovanni Bellini (Akademie)

Führung die Oper Gran Teatro LA FENICE in Venedig
 Opernhäuser und Theater in der Lagunenstadt

Fenice - Phönix - kein Name hätte passender sein können für Venedigs großes Opernhaus: drei mal schon ist der Feuervogel aus seiner Asche neu entstanden, das letzte mal im Jahre 1996, als die Flammen eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Venedig verschlungen haben, weil fataler Weise in einer Stadt im Wasser kein Wasser zum Löschen zur Verfügung stand .....

1792 wurde dieses letzte der großen Opernhäuser und Theater in Venedig eröffnet und erhöhte damit die Zahl der stehenden Etablissements auf 7 - ein absolutes Unikum in der europäischen Opernhaus- und Theaterlandschaft. Entwerfender Architekt war Giannantonio Selva - wenngleich dieser Architekt gar nicht den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatte.  200 Jahre später sollte sich dieses Phänomen wiederholen, als Aldo Rossi den Wettbewerb für den Wiederaufbau des Opernhauses gewann, aber zunächst nach Entwürfen der Architektin Gae Aulenti gebaut wurde.

Das erste öffentliche Opernhaus wurde in Venedig 1637 eröffnet, wo seit 1613 Claudio Monteverdi Chorkapellmeister der Markuskirche war und mit seiner Oper "L´Orfeo" (1607) einen wichtigen Beitrag zur neuen in Florenz entwickelten musikalischen Gattung Oper gegeben hatte.

Da man mit den Opernhäusern und Theatern viel Geld verdienen konnten, waren die reichen Adelsfamilien der Republik die Motoren dieser Einrichtungen, sie erbauten und unterhielten sie. Ein reger Wettbewerb der Häuser untereinander führte dazu, dass zum einen das Angebot ausgesprochen reichhaltig war und gleichzeitig die Venezianer sehr wählerisch und nicht leicht zufrieden zu stellen waren. So war es im 19. Jahrhundert ein Muss, dass eine Uraufführung in Venedig positiv aufgenommen wurde, und das Fenice wurde so zum ersten Opernhaus Italiens. Große Namen wie Wagner, Verdi, Donizetti, Rossini sind mit dem Haus ebenso verbunden wie im 20. Jahrhundert die Namen Maria Callas oder  Luciano Pavarotti (Regie 1968).

Eine private Alternative zu den großen Opernhäusern bzw. Theatern waren die Marionettentheater, bei denen die Marionetten von Schauspielern "vertont" wurden, ein überaus elitäres Vergnügen für Groß, aber auch für Klein.