Duftstoffe in ihrem Rohzustand als Pulver Flacons aus venezianischem Glas Laboratorium zur Erstellung von Duftstoffen und Seifen

 

Führung Venedig und das Parfüm
Produktion und Nutzung des Wohlduftes in Venedig im Laufe der Jahrhunderte
 

 Natürlich hat man in einer Stadt, in der eine Dame schon im 11. Jahrhundert schon elegant mit der Gabel aß - und zwar die byzantinische Prinzessin Teodora Dukas, Ehefrau des Dogen Domenico Selvo -  schon früh Wert darauf gelegt, nicht so zu stinken, wie es im mittelalterlichen Europa noch bis in die Neuzeit üblich war: so kam über Venedig schon früh das Parfüms nach Europa zurück - schon die Rümer hatten es ja geliebt, wohl zu duften.
Die Venezianer, gleichsam Scharnier zwischen Orient und Occident, haben alle diese Wunderbarkeiten auf ihren Handelswegen im fernen Osten kennengelernt und in ihre Heimat gebracht. Am Rialto wurde vieles gehandelt - venezianischer Reichtum kam aber vor allem aus dem Handel mit Gewürzen.
Und mit Gewürzen konnte man nicht nur die Speisen veredeln, sondern herrliche Düfte zaubern, die in Venedig als cremige Essenzen, Puder, Seifen produziert wurden. Selbstredend gab es um die Duftproduktion genauso viele Geheimnisse wie um die Glas- oder andere Produktionen. Neue Berufsbilder entstanden, deren Bezeichnungen sich heute noch in den Straßennamen der Lagunenstadt wiederspiegeln. Bis in den Buchdruck lassen sich die Spuren des Parfüms finden.

Damen und Herren parfümierten sich gleichermaßen, wobei es neben parfümierten Menschen parfümierte Gewänder, Taschen, Schuhe, Hüte, Räume ... gab.

Die Führung folgt den Spuren des Parfüms in Venedig, die sich abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten in verborgenen Winkeln der Stadtsechstel Venedigs, der Sestieri, und im schönen Palazzo Mocenigo finden lassen.

Diese Führung ist auch für Familien mit Kindern geeignet.